(dud) Das kurzfristig angesetzte Match bei den Ulmer Spatzen ist im Nachhinein betrachtet ein gutes Lehrvideo für die Coaches der kleinen Normannen. Die Erkenntnisse aus dieser Partie werden den Kickern aus der Gmünder Weststadt definitiv weiterhelfen. Die Einladung aus Ulm kam äußerst überraschend zwei Tage vorher. Unsere spontanen Eltern sagten innerhalb kurzer Zeit die Teilnahme Ihrer Kids zu.

Schnell charterte Teammanager Stefan D. für die Fahrt in die Domstadt die Normannia-Busse. Die Freude auf Seiten der Kids war riesig. Dem Gesang und schlauen Sprüchen ausgesetzt erreichte der apathisch wirkende Fahrer Stefan  Dudium das Ulmer Sportgelände. Die äußeren Einflüsse aus den hinteren Sitzreihen scheinen auch einem hartgesottenen Jugendtrainer ungeahnte Fahrkünste zu verleihen.

Nach kurzem Aufwärmen begannen die Teams munter das Aufeinandertreffen. Die Ulmer erzielten bereits nach 45 gespielten Sekunden regelkonform den ersten Treffer. Unter deutlicher Mithilfe des spielenden Gmünder Keepers netzten die Gastgeber ein. Die Normannen erhielten ein Hallo-Wach-Effekt und fanden sich auf dem Platz mit quirligen Hausherren wieder, die in den ersten 10 Minuten die Rot-Weißen deutlich durcheinander wirbelten.  Schnelle Passkombinationen und zu diesem Zeitpunkt der nötigere Biss war ausschlaggebend für eine dominante Anfangsphase der Ulmer.

Mit dem 1:1 Mitte des ersten Spieldrittels kehrten die Jungs von der Rems zurück ins Spiel. Zwar lief sicherlich nicht alles rund, aber der Kampfgeist war erwacht. Das aggressivere Zweikampfverhalten und die nötigen Laufwege fanden sich in der Statistik der Gmünder wieder. Die Mannen um Capitano Lennart Frei gewannen sukzessive die nötigen Spielanteile wieder zurück und setzten Akzente nach vorne.

Die technisch beschlagenen Ulmer  schnippelten als Erstes das Leder wieder ins Netz der Gmünder. Wenig geschockt von Gegentreffer eins und später Gegentreffer zwei, hielten die Jungs dagegen. Das zweite Spieldrittel gehörte optisch aufgrund der erhöhten Anzahl an Chancen den Gmündern. Die Domstädter kassierten kurz nach Wiederanpfiff das zwischenzeitliche 3:2. Faktisch im Gegenzug klatschte es erneut im Gmünder Kasten. Die Verfehlungen im Spielaufbau bestraften die Ulmer heute fast schon gnadenlos.
Äußerst positiv zeichnete sich allerdings ab, dass selbst der Treffer zum 5:2 für die Gastgeber den Willen der kleinen Gmünder nicht zerstörte. In Abschnitt Drei fand das Gmünder Team wieder die optimale taktische Grundordnung. Das disziplinierte Einhalten der taktischen Vorgaben und letztlich auch der gesunde Spielwitz ließ die Jungs zu Tor 3 und 4 kommen. In der Folge erspielte sich die Mannschaft die eine oder andere weitere Einschussmöglichkeit, die leider nicht mit einem erfolgreichem Abschluss gekrönt werden konnte. Mit dem Schlusspfiff entschied der Ulmer Schiedsrichter nochmal auf einen Freistoss für die Gäste aus knapp 15 Meter. Eine sichere Distanz für die Gmünder Scharfschützen. Ein weiterer Torjubel blieb verwehrt. Das Leder passierte die Latte nur knapp oberhalb. Dennoch ist die Gmünder Delegation mit diesem Spiel äußerst zufrieden. Spielerisch und auch die taktische Disziplin in Abschnitt 1 und 2 hätte es besser laufen können, dafür war Abschnitt 3 voll und ganz zufriedenstellend. Die Jungs können stolz auf Ihre gezeigte Leistung sein.