(sch) Die Mannschaft vom Trainergespann Patrick Krätschmer, Andreas Kurz und Timo Cudazzo agierte auch im Relegationsrückspiel beim 1.Göppinger SV auf ganzer Linie souverän durchsetzen, so dass nach dem hochverdienten 3:0 (2:0)-Auswärtssieg die Feierlichkeiten beginnen konnten.

"Bezirksstaffel war schön – Zeit für uns zu gehen"

so jubelten die erfolgreichen Gmünder Junioren nach dem Abpfiff ausgelassen – denn sie hatten das erreicht, was ihren älteren Vereinskameraden in den vergangenen beiden Jahren verwehrt geblieben war: Nach drei Jahren Abstinenz und zwei gescheiterten Anläufen in der Relegation gelang den C-Jugendlichen aus dem Schwerzer die langersehnte Rückkehr in die Landesstaffel – und das äußerst eindrucksvoll. 14 Siege in 16 Ligaspielen sowie die beiden 3:1 und 3:0-Siege gegen Göppingen ebneten dem unangefochtenen Bezirksmeister Kocher/Rems den Weg zurück in den württembergischen Spielbetrieb.

Nach dem erfolgreichen Hinspiel in der Vorwoche waren die Normannen auch vor fremder Kulisse über die volle Spieldistanz hinweg tonangebend. Über weite Strecken bot die Krätschmer-Elf damit eine Demonstration der eigenen Stärke und ließ zu keinem Zeitpunkt mehr auch nur die kleinsten Zweifel mehr am Ausgang dieses einseitigen Relegationsduells aufkommen. Bei brütender Sommerhitze auf dem Göppinger Kunstrasenplatz agierten die Gäste erneut beherzt offensiv, bereits in der zweiten Minute stellte FCN-Kapitän Mert Arslan den gegnerischen Tormann erstmals auf die Probe. Kurz darauf tauchte GSV-Stürmer Wladimir Bugrowski plötzlich freistehend vor dem Gmünder Schlussmann Daniel Bruckmeier auf, doch Abwehrchef Erin Zejnulahi ging entschlossen dazwischen und klärte auf Kosten einer Ecke – dies sollte allerdings die erste und letzte nennenswerte Angriffsszene der Hausherren gewesen sein. Denn die Remstäler standen defensiv gewohnt sicher und stellten dann mit einem schnellen Doppelschlag die Weichen frühzeitig auf Sieg.

Zunächst war es Torjäger Tim König, der ein weites und präzises Zuspiel von Luka Janes unbedrängt zum Führungstreffer verwerten konnte. Nur fünf Zeigerumdrehungen später folgte bereits der zweite Torjubel: Ausgangspunkt war erneut Mittelfeldmotor Janes mit einem gedankenschnellen Steilpass in die Spitze, woraufhin Alper Gencer eiskalt zum 0:2 vollstreckte. Nach gerade einmal einer Viertelstunde Spielzeit lagen die Gmünder in der Gesamtwertung somit nahezu uneinholbar mit 5:1 in Front. In der Folgezeit konnten die Normannen ihr komfortables Polster gänzlich beruhigt verwalten und agierten dabei für ihre jungen Jahre bemerkenswert abgeklärt. Aufgrund der enormen Ballsicherheit war es auch nicht verwunderlich, dass man kein gegnerischen Torschuss mehr zuließ.

Als einziger Kritikpunkt, angesichts des Spielstandes jedoch einer auf sehr hohem Niveau, ließ sich in dieser Phase die mangelnde Konsequenz in den Offensivbemühungen ausmachen. Denn der von Flügelspieler Din Subasic freigespielte König setzte einen Flachschuss knapp am langen Pfosten vorbei, Kühne hatte das Visier aus aussichtsreicher Position zu hoch eingestellt. Infolge einer Kühne-Ecke verzeichneten die Gäste noch einen weiteren Hochkaräter, als Arslan per Kopf verlängerte, König jedoch aus allernächster Nähe am Tormann scheiterte. Aufregung gab es kurz vor dem Pausenpfiff, als der durchgebrochene Arslan im Göppinger Strafraum zu Fall gebracht wurde, der erwartete Elfmeterpfiff allerdings ausblieb.

Obwohl das Zwischenresultat deutlicher hätte ausfallen können, so hatten die FCN-Youngster die Tür zur Landesstaffel bereits ganz weit aufgestoßen. Die mitgereisten Fans und Eltern waren berechtigterweise schon vorzeitig in Feierlaune und daran sollte sich auch nichts ändern. Denn die Gmünder knüpften nach Wiederanpfiff nahtlos an ihre starke Vorstellung aus dem ersten Durchgang an. Während bei den Göppingern mit zunehmender Spieldauer die Kräfte sowie auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf eine Aufholjagd dahinschwanden, ließ die Krätschmer-Elf nun rein gar nichts mehr anbrennen.

Mit ihrer Ballsicherheit und Spielkontrolle ließ man die Gastgeber weiterhin nicht zur Entfaltung kommen, so dass Torspieler Bruckmeier einen nahezu beschäftigungslosen Nachmittag verbrachte. In der Vorwärtsbewegung blieben die Rot-Weißen jederzeit brandgefährlich, König und Kühne blieb aber das nötige Abschlussglück versagt. In der 41.Minuten belohnten sich die Normannen für ihre Dominanz mit dem überfälligen dritten Torerfolg: Die Göppinger Hintermannschaft konnte einen scharf getretenen Eckstoß von Kühne nicht endgültig klären und Luka Janes krönte seine herausragende Leistung inklusive zweier Assists nun auch mit einem eigenen Treffer, seine Direktabnahme wurde von einem Verteidiger abgefälscht und flog somit unerreichbar für den Tormann ins Netz. Auch da die Einwechselspieler für neue Impulse und weiteres Tempo sorgten, hätten die Gmünder ihren Vorsprung sogar noch weiter in die Höhe schrauben können, nachdem das einseitige Relegationsduell ohnehin längst entschieden war.

David Karacic hätte sich fast in die Torschützenliste eingetragen war, doch nachdem der GSV-Keeper am Strafraumrand in höchster Not gegen Jonas Kurz retten musste, war seine Bogenlampe einen Tick zu hoch angesetzt. In den Schlussminuten konnte sich Mert Arslan in zwei Situationen noch einmal glänzend in Szene setzen, traf nach feiner Einzelleistung allerdings nur den Pfosten und per Kopf lediglich in den Fangzaun. Somit blieb es beim leistungsgerechten 3:0 - und die Aufstiegsfeierlichkeiten der jungen Normannen konnten beginnen.

"Wir sind absolut zurecht aufgestiegen, das ist der Lohn für eine tolle Mannschaftsleistung"

bilanzierte Chefcoach Patrick Krätschmer nach Abpfiff. Für seine in der abgelaufenen Ligasaison unbezwungenen Schützlinge ist das Erreichen der Landesstaffel die einzug logische Konsequenz und zugleich ein glänzender Abschluss der gemeinsamen Jugendjahre. Denn neben einigen Spielern verabschiedet sich auch Krätschmer mit einem hervorragenden Gefühl aus dem Gmünder Schwerzer - beim Nachwuchs des VfB Stuttgart wartet eine neue Herausforderung auf den 33-Jährigen.

FCN: Daniel Bruckmeier – Max Dudium, Erin Zejnulahi, Luca Ellinger, Din Subasic – Nico Molinari (63.Mert Arslan), Luka Janes, Mert Arslan (35.Jonas Kurz) – Daniel Kühne (50.Luca Krätschmer), Tim König (45.David Karacic), Alper Gencer (31.Dario Avigliano)
Tore: 0:1 Tim König (9.), 0:2 Alper Gencer (14.), 0:3 Luka Janes (41.)
Schiedsrichter: Karl Pecar (Schorndorf)
Zuschauer: 100

Die Normannia-Aufstiegsmannschaft im Jubelbild nach dem erfolgreichen Rückspiel

Hintere Reihe von links nach rechts: Co-Trainer Andreas Kurz, Din Subasic, Erin Zejnulahi, Alper Gencer, Ali Yilmaz, Tim König, Luca Ellinger, David Karacic, Daniel Kühne, Liandro Cudazzo, Trainer Patrick Krätschmer, Co-Trainer Timo Cudazzo
Vordere Reihe von links nach rechts: Luca Krätschmer, Mert Arslan, Dario Avigliano, Nico Molinari, Nico Grützmacher, Luka Janes, Jonas Kurz, Benedikt Eberle, Max Dudium, Niklas Mohr