Drittes Spiel, drittes Derby

Schwäbisch Gmünd (fcn) – Die vielen Helfer im Hintergrund sind bereits seit Tagen im Einsatz, wenn es an diesem Samstag (15 Uhr) zu einem besonderen Heimspiel kommt. Zu Gast sein beim 1. FC Normannia Gmünd wird der VfR Aalen, Tabellenerster der Fußball-Oberliga.

Innerhalb von nur zwei Wochen tritt die Normannia bereits zum dritten Derby an. Dieses Auftaktprogramm im Jahr 2026 at es wirklich in sich. Duelle mit den Aalenern sind immer etwas Besonderes. In diesem Jahr wird es besonders schwierig, denn mit dem VfR kommt eine von zwei Ausnahmemannschaften (neben Mannheim, übrigens in der kommenden Woche Gegner der Normannia) in den Schwerzer. Ebenfalls besonders: Mit Beniamino Molinari gastiert eine Gmünder Legende bei der Normannia, der auf seinen Sohn Nico treffen wird, der bekanntlich bei den Gmündern die Flügel beackert und nichts dagegen haben wird, seinen Vater im Meisterschaftsrennen zu ärgern. 

Gmünds Trainer Zlatko Blaskic hat noch einmal auf die Partie beim Göppinger SV geschaut. Was ihm vor allem imponiert hat: Seine Mannschaft hat bis zum Schluss nicht aufgegeben, wollte das 0:1 nicht hinnehmen – und musste es am Ende auch nicht. „Das war wieder ein später Treffer, der zeigt, dass die Mannschaft immer an sich glaubt“, so Blaskic. Erneut nicht mit dabei sind die Kianpour-Brüder, ansonsten hat Blaskicseinen Kader beisammen.

Was an diesem Wochenende auf ihn und seine Mannschaft wartet, das weiß Blaskic natürlich ganz genau: „Wir spielen gegen die beste Mannschaft der Liga, vielleicht nicht individuell, aber der VfR überzeugt als Gesamtkonstrukt – und das ist das größte Lob, das man als Mannschaft bekommen kann.“ Sein Pendant, Beniamino Molinari, habe in Aalen alles recht gut zusammengeführt, das vergangene 6:0 des VfR gegen Bietigheim-Bissingen vom vergangenen Wochenende sei der nächste Beweis dafür gewesen. 

Es ist wie so häufig gegen die Topteams: Normannia benötige eine Topleistung, der Gegner vielleicht nicht seinen besten Tag, so die These von Blaskic. „Und vielleicht fallen die strittigen Entscheidungen auf unsere Seite, dann könnte es durchaus interessant werden.“ Doch bei aller augenscheinlichen Chancenlosigkeit gegen den Primus, sagt Blaskic ganz deutlich: „Das ist kein Bonusspiel für uns, sondern eine Partie, in der wir das Herz auf dem Platz lassen und uns nicht von vornherein aufgeben werden. So etwas gibt es ohnehin nicht bei uns.“ Wenn genügend Power, Entschlossenheit und Mut von seiner Mannschaft auf den Rasen gebracht würden, dann könne es auch ein spannendes Derby werden, ist Blaskic überzeugt. „Uns braucht niemand abzuschreiben, wir werden alles reinwerfen in diese Partie,und möchten Aalen einen harten Fight liefern.“