Ellermann ist erfolgreich operiert und am Wochenende wieder zu Hause
Stammtorwart und Kapitän von Normannia Gmünd wirdmonatelang ausfallen
Schwäbisch Gmünd (fcn) – Beim Fußball-Oberligisten 1. FC Normannia Gmünd hat man sich natürlich darüber gefreut, dass man mit dem 0:0 beim FSV Hollenbach zumindest den Negativlauf abbremsen konnte, doch die schwere Verletzung von Kapitän und Schlussmann Yannick Ellermann überschattete am vergangenen Wochenende alles. Dieser brach sich bei einem Zusammenstoß mit einem HollenbacherAngreifer das Schienbein, was mittlerweile diagnostiziert ist.
„Die Verletzung von Yannick trifft uns hart, sportlich wie menschlich. Die Normannia steht auch in der nicht einfachen Zeit weiterhin voll hinter ihm. Wir geben Yannick alle Zeit, die er benötigt, um mindestens genauso starkzurückzukehren“, zeigt sich auch FCN-Sportdirektor Stephan Fichter sichtlich betroffen ob der Schwere der Verletzung des Gmünder Schlussmanns.
Ellermann war noch vom Sportplatz direkt ins Krankenhaus abtransportiert worden und musste in der Folge im Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim bleiben, da ein Transport mit dem fragilen Bein viel zu gefährlich gewesen wäre. Zunächst hätte Ellermann, nachdem das Bein einmal angeschaut und ruhiggestellt worden ist, bereits am Montag operiert werden sollen, doch die Ärzte vermuteten eine weitere Knochenabsplitterung. So musste der Gmünder Schlussmann am Montag zunächst ein weiteres CT über sich ergehen lassen, was die Bestätigung bringen sollte. Normannias Trainer Zlatko Blaskic war die gesamte Zeit über in engem Austausch mit seinem Kapitän, dessen Familie in die Klinik nachgereist war.
Bis Mittwoch blieben Frau und Sohn in einem Hotel vor Ort. Blaskic schließlich besuchte Ellermann dann am Mittwoch, einen Tag nach der Operation, nahm sich an diesem Tag frei von der Arbeit. „Das ist doch selbstverständlich, wenn sich einer meiner Spieler dermaßen verletzt, dass ich ihn besuche“, sagte Blaskic. Er werde auch in den kommenden Wochen stets für ihn da sein, wie er sagte. Ellermanns Mutter war am Mittwoch ebenfalls vor Ort. „Den Donnerstag musste ich dann noch irgendwie herumbekommen und dann ging es am Freitag schon wieder nach Hause“, sagte Ellermann. Die Operation sei in jedem Fall gut verlaufen, wie er sagte.
Wie lange er auf seinen Schlussmann verzichten muss, ist noch ungewiss. In diesem Jahr aber wird Ellermann definitiv nicht mehr zwischen den Gmünder Torpfosten stehen. Pius Albrecht wird sich mühen, den Stammtorwart würdig zu vertreten, woran im Gmünder Lager aber keinerlei Zweifel bestehen. „Es kommt jetzt darauf an, wie lange die Knochen brauchen, um wieder zusammenzuwachsen, danach dann sieht man weiter“, sagt Ellermann selbst. Ein erster Reha-Versuch nach der Operation sei kläglich gescheitert, wie er schmunzelnd verriet. Einerseits schmerzt es noch, andererseits muss er sich erst einmal wieder an Bewegungen gewöhnen, wie er sagt. „Ich hatte direkt nach dem Unfall einen Riesen-Gips bis zur Leiste hoch, das war natürlich völlig ungewohnt“, folgte seine Erklärung.
Eine große Schraube sowie zwei Fixierungsschrauben sind dem Torwart eingesetzt worden, um die Heilung voranzutreiben. Sie werden ihn in den kommenden Monatenbegleiten. Die gesamte Normannia-Familie drückt ihrem Schlussmann die Daumen, dass dieser sich schnell wieder erholt.
