Mit der Pokalleistung im Rücken zur Mission „Erste Punkte“

Schwäbisch Gmünd (fcn) – In der Fußball-Oberliga unternimmt der 1. FC Normannia Gmünd an diesem Samstag (15.30 Uhr) den neunten Versuch, endlich die ersten Punkte auf das eigene Konto zu bekommen.

Das Pokal-Achtelfinale unter der Woche ging zwar gegen den Favoriten SGV Heilbronn-Freiberg mit 0:2 verloren, dürfte aber doch den einen oder anderen, der es gut mit dem FCN meint, positiv überrascht haben. In der zweiten Halbzeit gelang es der Normannia, ein ebenbürtiger Gegner zu sein, den Regionalligisten phasenweise sogar in die eigene Hälfte zu drängen. Einsatz und Leistung stimmten endlich, vor allem die Intensität in den Zweikämpfen der Normannen beeindruckte nicht wenige. „Angesichts unserer aktuellen Situation können wir sagen, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben gut dagegengehalten, wenngleich man den Klassenunterschied natürlich gesehen hat“, resümierte FCN-Abwehrchef Calvin Körner nach dem Ausscheiden im Pokal-Achtelfinale und fügte Richtung BahlingerSC an: „Ich hoffe, dass wir an diese Leistung am Wochenende anknüpfen werden. Dann sieht es vielleicht auch mal wieder etwas anders aus und können wir vielleicht etwas Positives daraus ziehen.“Man habe sich in den vergangenen Wochen auch außerhalb des Trainings immer wieder zusammengesetzt, verriet Körner,mit der Mannschaft und angeführt vom Mannschaftsrat, „um das Gesprochene dann auf den Platz zu bekommen. Das hat gegen Heilbronn-Freiberg gezündet. Vor allem bin ich stolz auf unsere beiden Debütanten Luke und Leif, die ein super Spiel gemacht haben“, so Körner. 

Mit „Luke und Leif“ meinte Körner nicht etwa eine neue Sitcom im TV, sondern die beiden jungen Normannen Luke Schmidt und Leif Lochbrunner. In der Kette sowie im Tor zeigten beide, dass sie weitaus mehr sein können als nur Nachwuchstalente, die ab und an eingewechselt werden. Die beiden hob Trainer Patrick Faber nach der Partie ebenfalls explizit hervor. Lochbrunner war in diesem Sommer vom FSV Bissingen als neue Nummer zwei in den Schwerzer gewechselt, Luke Schmidt kam von der U19 des 1. FC Heidenheim. Spannend, dass er ausgerechnet gegen den hochgehandelten Regionalligisten Heilbronn-Freiberg sein Startelfdebüt geben dürfte, kickte er doch damals in der Jugend für die Freiberger.

„Wir müssen diese Leistung jetzt übertragen, das nehmen wir mit ins Ligaspiel. Ich hoffe, dass die Mannschaft gespürt hat, was wir auf dem Platz spielen können und mit welcher Art und Weise wir spielen können“, sagte Faber. Mit dem Bahlinger SC, der sich in dieser noch jungen Saison bereits fünfmal die Punkte geteilt hat, erwarte seine Mannschaft ein schwieriges Auswärtsspiel, so Faber, der optimistisch Richtung Wochenende blickte: „Wir haben viel gezeigt, was mir Mut macht. Wir haben viel gezeigt, worauf wir aufbauen können. Also möchten wir die Aufgabe am Samstag voller Optimismus angehen“, so der FCN-Trainer weiter.

Ebenfalls bewiesen, dass man auf ihn zählen kann, hat Stürmer Veljko Milojkovic, der im Ligaalltag häufig als Joker eingewechselt wird. Gegen den Favoriten durfte er diesmal von Beginn an ran. Für ihn war es sehr intensiv, gleich in der Anfangsphase rettete er im eigenen Fünfmeterraum gleich zweimal, anstatt nach vorne zu wirbeln – die ganze Mannschaft war in der Defensive gefragt. „Es war intensiv und wir haben alles auf dem Platz gelassen, da kann man keinem einen Vorwurf machen“, sagte der Stürmer.Milojkovic hofft ebenfalls darauf, dass dieses Spiel seiner Mannschaft gutgetan hat, man die Leistung mit in den Ligaalltag transportieren kann. „Wir haben mal wieder gesehen, zu was wir in der Lage sind. Es gilt jetzt einfach, am Samstag an diese Leistung anzuknüpfen, die guten Dinge aus dem Pokalspiel mitzunehmen und dieses gute Gefühl ins Ligaspiel zu übertragen“, so Milojkovic weiter. Die Normannen sind sich somit einig in der Wahrnehmung – und hoffen gemeinsam auf die ersten Punkte der Saison.