Nach dem Ellermann-Schock geht es gegen den Karlsruher SC II
Normannia Gmünd hat an diesem Samstag wieder ein Heimspiel
Schwäbisch Gmünd (fcn) – Die schwere Verletzung von Yannick Ellermann war das bestimmende Thema in der Amateurfußballwelt im Süden, vor allem natürlich in Ostwürttemberg. Monatelang wird der Schlussmann dem Oberligisten 1. FC Normannia Gmünd fehlen. Am Samstag (15 Uhr) ist Spiel eins nach dieser Verletzung, zu Gast sein wird der Karlsruher SC II.
Dass Pius Albrecht so schnell zwischen den Pfosten stehen würde, hatte er vermutlich selbst nicht gedacht – und ganz sicher hätte er sich andere Umstände gewünscht. „Dass man Yannick Ellermann nicht ersetzen kann, ist Fakt. Das spricht aber nicht gegen Pius Albrecht, sondern lediglich für die herausragenden Qualitäten Ellermanns. Pius hat im Pokal und zuletzt gegen Hollenbach gespielt, so springt er nicht komplett ins kalte Wasser, das ist gut für ihn, und für uns“, sagt Normannias Trainer Zlatko Blaskic, der aber noch einmal wertschätzend auf die Hollenbacher einging: „Ich möchte mich da einfach nochmal bedanken, denn die Hollenbacherhaben da wunderbar reagiert, unter anderem für einen schnellen Abtransport gesorgt. Die Spieler haben ebenfalls geholfen. Als später Valerio Avigliano behandelt werden musste, unsere Physiotherapeutin aber noch bei Yannick war, hat der FSV-Physio bei Avigliano geholfen – das ist wunderbar und alles andere als selbstverständlich.“
Bei Albrecht habe Blaskic ohnehin ein gutes Gefühl. „Er hat es im Pokal super gemacht, zuletzt in Hollenbach ebenso. Er muss jetzt mit dieser Aufgabe wachsen und seinen eigenen Weg gehen, dann wird das wunderbar klappen. Er genießt unser volles Vertrauen und da wird keinerlei Druck ausgeübt“, so Blaskic weiter. Man werde auch keinen Torwart nachverpflichten, sagt Normannias Trainer bereits, sondern voll auf Albrecht setzen.
Gegen Karlsruhe werden noch einmal die beiden Innenverteidiger, Nils Staiger und Calvin Körner, rotgesperrt fehlen, sodass das Innenverteidiger-Duo wieder aus Tobias Rössler und Fabian Kianpour bestehen wird. „Fabian hat es gegen Mannheim schon überragend gemacht und war auch in Hollenbach bester Mann auf dem Platz. Von hinten heraus verleiht er der Mannschaft noch einmal mehr Sicherheit“, lobt Blaskic seinen „Notverteidiger“, der vielleicht gar nicht mehr lange als solcher angesehen wird. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Fabian auf dieser Position bleibt, selbst wenn Körner und Staiger zurückkommen. Ich traue ihm diese Rolle auf Dauer zu, das hat mir wirklich sehr gut gefallen“, so Blaskic weiter. Insgeheim hatte man sich beim FSV Hollenbach mehr erhofft, nach der Partie aber war Blaskic mit dem Punktgewinn zufrieden, weil schlichtweg nicht mehr drin gewesen sei für seine Mannschaft, wie er konstatierte. „Ich erwarte von meiner Offensive in den nächsten Spielen wieder deutlich mehr Durchschlagskraft. Es ist doch einfach: Ohne eigene Tore kannst du keine Spiele gewinnen“, so NormanniasTrainer. Acht Treffer hat man in sieben Spielen markiert, jedoch fallen fünf allein auf den famosen Auftakterfolg am ersten Spieltag gegen Nöttingen.
Julian Kianpour ist mittlerweile zumindest teilweise ins Mannschaftstraining eingestiegen, dennoch werde es noch einige Wochen dauern, bis er eine Option für den Spieltagskader der Gmünder sein kann. Die Karlsruher indes hat sich Blaskic live angeschaut, als sie gegen Ravensburg mit 4:1 gewonnen haben, hat sich entsprechend ein gutes Bild machen können. „Anfangs haben sich die Spieler, da sind viele junge Akteure dabei, erst einmal an den Männerfußball in der Oberliga gewöhnen mussten. Das haben sie mittlerweile hinbekommen. Eine richtig gute Mannschaft, die mit Nico Engel einen überragenden Spieler in den eigenen Reihen hat“, wirft Blaskic bereits voraus, dass dies kein Selbstläufer werden wird, was aber nach erst fünf eingefahrenen Punkten ohnehin niemand denken würde im Schwerzer.
