Nächste Punkteteilung für die Normannia

Gmünd und der Karlsruher SC II trennen sich 1:1

Schwäbisch Gmünd (fcn) – In der Fußball-Oberliga hat der 1. FC Normannia Gmünd die Zweitvertretung des Karlsruher SC empfangen. Nach 90 Minuten stand ein in Summe gerechtes 1:1 (1:1) zu Buche. Für die Normannia ist es das zweite Unentschieden nacheinander.

Im Tor der Gmünder steht bekanntlich in den kommenden Monate Pius Albrecht, der den verletzten Yannick Ellermann vertreten muss. Er hat sein Debüt gemeistert und war hinterher durchaus zufrieden. Bereits nach fünf Minuten hatten die meisten Zuschauer den Torschrei gleich mehrfach auf den Lippen, doch sowohl Alexander Aschauer als auch Daniel Rapp scheiterten an KSC-Schlussmann Aki Koch. Beim Nachschuss wurde Nico Molinari zunächst geblockt und traf danach die Latte (5. Minute). „Das ist aktuell symptomatischfür unsere aktuelle Situation. Wir müssen uns Tore und Punkte stets hart erarbeiten“, sagte Normannias Trainer Zlatko Blaskic nach der Partie. Die Gastgeber übernahmen mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel, mussten aber stets bei Kontern aufpassen. Nico Molinari grätschte im eigenen Strafraum stark gegen den einschussbereiten Frederik Recktenwald, als Normannias Abwehr schnell überspielt wurde (13.). Nach einem langen Ball dann verlängerte Aschauer auf Marvin Gnaase, der sich Zeit nahm und überlegt in die rechte Ecke zur Führung einschob (17.). 

Die Normannia schien alles im Griff zu haben, dann aber verlor Fabian Kianpour den Ball an der Mittellinie, der KSC spielte erneut schnell nach vorne und Ali Eren Ersungur war frei durch. Der Karlsruher ließ Albrecht keine Chance – 1:1 (25.). „Da haben wir den Ball billig an der Mittellinie verloren und kassieren direkt das 1:1“, ärgerte sich Blaskic hinterher. In der Folge neutralisierten sich beide Teams nahezu, Torchancen blieben Mangelware. Die erste Gelegenheit im zweiten Durchgang hatte wieder die Normannia. Eine mustergültige Flanke von Miladin Filipovic landete bei Daniel Rapp, der den Ball per Kopf jedoch nicht vernünftig gedrückt bekam (55.). Auch die Karlsruher spielten nach vorne, Albrecht war immer wieder bei Flankenbällen mit den Fäusten gefordert, eine echte Karlsruher Chance entstand daraus allerdings nicht. Dafür aber auf der anderen Seite. Aus rund 20 Metern legte sich Filipovic den Ball halbrechts zu einem Freistoß zurecht. Sein gezirkelter Ball flog einen halben Meter über den Torwinkel (62.). In der Folge entstand wieder viel Leerlauf in einer Partie auf eher niedrigem Oberliga-Niveau. Das hat auch Karlsruhes Trainer Dietmar Blicker so gesehen: „Wir haben heute kein gutes Oberligaspiel gesehen. Die Mannschaften waren vielleicht auch etwas verunsichert durch die Ergebnisse in den Vorwochen.“

Dann kamen noch einmal die Gäste in der Offensive auf. Der eingewechselte Bekem Can Bicki zog an Tobias Rössler vorbei in den Strafraum, verzog dann aber (79.). Eine Minute später verfehlte Ersungur aus rund 20 Metern knapp. In den Schlussminuten probierte es die Normannia noch einmal, vielleicht den Lucky Punch zu setzen. Die beste Chance hatte Nico Molinari, der über links in den Strafraum eindrang, dann aber verzog (90.+3). 

So blieb es bei diesem in Summe verdienten Unentschieden nach 90 Minuten. „Man weiß jetzt nicht, ob man sich freuen oder ärgern soll nach diesem 1:1. Wir nehmen den Punkt jetzt mal mit, aber so richtig zufrieden fahren wir auch nicht nach Hause“, resümierte Blicker. So viele zwingende Chancen auf beiden Seiten konnte Blaskic am Ende ebenfalls nicht ausmachen. „Ich denke, dass dieses 1:1 gerecht ist. Natürlich wünscht man sich immer mehr, ich denke, aber, dass wir kleine Schritte gehen müssen. Die vergangenen Wochenwaren schwierig. Wir müssen jetzt dranbleiben und dann bin ich mir sicher, dass wir dann auch wieder dreifach punkten“, so Blaskic. In der kommenden Woche, dann am ungewohnten Sonntag, geht es für die Normannia zu Türkspor Singen, es wird das Duell des Vorletzten beim Schlusslicht.

FCN: Albrecht – Avigliano, Kianpour, Rössler, Filipovic (80. Ramovic) – Grupp, Wilhelm (62. Kundruweit) – Rapp (73. Nkem), Gnaase, Molinari – Aschauer

Tore: 1:0 Gnaase (17.), 1:1 Ersungur (25.)

 

Stimmen zum Spiel: „Die Vorfreude war größer“

Pius Albrecht, FCN-Schlussmann: „Ich habe durchaus eine gewisse Anspannung verspürt, aber die Vorfreude war größer. Ich habe mich gefreut, spielen zu dürfen. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass Elle (Yannick Ellermann, d. Red.) bald wieder zurückkommt. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, wenngleich das Gegentor etwas unglücklich gewesen ist. Die Mannschaft hat mich gut unterstützt, wir können zufrieden sein mit dem Auftritt. Ich habe die ganze Woche wie immer trainiert und mich darauf konzentriert, was ich kann, und so bin ich auch ins Spiel gegangen. Vorne fehlt uns aktuell etwas das Glück, das wird aber sicher zu uns zurückkehren.“