Normannia gastiert beim Schlusslicht
Gmünder Oberligist tritt bei Liganeuling Türkspor Singen an
Schwäbisch Gmünd (fcn) – Nach acht Spieltagen in der Fußball-Oberliga ist der 1. FC Normannia Gmünd auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, der einzige Sieg resultiert bislang vom ersten Spieltag gegen Nöttingen. Zuletzt aber gab es zwei Unentschieden, die den Negativstrudel eindämmten, sodass man im Gmünder Lager durchaus mit Selbstbewusstsein zu Schlusslicht Türkspor Singen fahren kann. Die Partie findet, ungewohnt, erst am Sonntag (15 Uhr) statt.
Von Panikmache ist man bei der Normannia noch weit entfernt, nichtsdestotrotz sehnt man sich natürlich wieder einen Dreier herbei. Gegen den Karlsruher SC habe Gmünds Trainer Zlatko Blaskic bis zum Gegentreffer ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen. In der Folge sah er dann zwar viele Angriffsbemühungen seiner Mannschaft, die jedoch recht „unsauber“ zu Ende gespielt worden seien, wie er befand. „Dazu hat uns die Durchschlagskraft über die Außenbahnen komplett gefehlt. Am Ende müssen wir deswegen mit diesem Punkt zufrieden sein“, so Blaskic.
Bei den Singenern hat er eine Parallele zur eigenen Mannschaft ausgemacht. „Sie tun sich aktuell schwer, Tore zu erzielen, genauso wie wir. Da steckt viel Qualität in der Mannschaft, doch musste Singen auch einige negative Erlebnisse in den vergangenen Wochen wegstecken, die am Selbstvertrauen genagt haben dürften“, sagt Blaskic. Seine Normannia müsse unbedingt weiter zulegen, wenn sie am kommenden Sonntag im Idealfall dreifach punkten möchte. Den kommenden Gegner einzuschätzen, falle dem FCN-Trainer diesmal nicht leicht, da Singen bereits zweimal den Trainer ausgetauscht hat. Doch bei der Normannia möchte man sich weiterhin auf sich selbst konzentrieren – und hier gibt es frohe Kunde. Nachdem Marvin Gnaase nach seiner Sperre bereits wieder zurückgekehrt ist, gegen den KSC dazu erfolgreich war, kehrt mit Nico Staiger und Calvin Körner die komplette Stamm-Innenverteidigung zurück. Dazu ist der gegen Karlsruhe kurzfristig ausgefallene Niklas Hofmeister wieder ein Kandidat für den Kader. Vor allem in der Abwehr darf man gespannt sein, wie und vor allem für wen sich Blaskic entscheiden wird. Zuletzt half Fabian Kianpour in der letzten Reihe aus.
Ebenfalls positiv stimme Blaskic zudem, dass seine Mannschaft aktuell recht wenig Chancen des Gegners zulasse. „Wir benötigen aber nach wie vor mehr Klarheit und Struktur in der Offensive. Da tun wir uns aktuell recht schwer, die richtigen Entscheidungen in der letzten Reihe zu treffen“, moniert Gmünds Trainer. Speziell die Offensive sei in den vergangenen Jahren stets das Prunkstück der Normannia gewesen, so Blaskic. „Das müssen wir uns in dieser Saison einfach wieder erarbeiten, da ist jeder Akteur gefragt, nicht nur die Offensivspieler. Ich erwarte auch von Sechsern, Außen- oder Innenverteidigern schlichtweg mehr Torgefahr“, macht Blaskic deutlich, woran es aktuell etwas hakt. Neben den Langzeitverletzten Daniel Dominkovic, Julian Kianpourund Yannick Ellermann wird in Singen Kelecti Nkem fehlen, den muskuläre Probleme plagen.
