Normannia setzt Ausrufezeichen im Abstiegskampf

Schwäbisch Gmünd (fcn) – In der Fußball-Oberliga hat der 1. FC Normannia am vergangenen Spieltag ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf gesetzt. Mit 5:1 (2:0) hat sie den Türkischen SV Singen in die Schranken gewiesen und damit drei wichtige Zähler im Abstiegskampf sammeln können. Noch wichtiger: Damit hat die Mannschaft von Zlatko Blaskic den Auswärtserfolg beim KSC II veredelt, seinen zweiten Sieg in Serie eingefahren. „Es war tatsächlich auch in der Höhe ein verdienter Sieg für uns“, freute sich Blaskic nach der Partie.

Die Normannia ist gut in die Partie gestartet, doch trotz der in Summe fünf Treffer kritisierte der Trainer in der Offensive eine gewisse „Schlampigkeit“. Nach einer Viertelstunde aber traf Alexander Aschauer vom Punkt. Nach einer flachen Ecke kam Marvin Gnaase zum Abschluss, ein Singener wehrte den Ball mit beiden Armen ab. „Danach aber haben wir es versäumt, das zweite und dritte Tor nachzulegen, der Gegner hat uns wirklich viel angeboten“, so Blaskic. Einen guten Versuch von Miladin Filipovic wehrte der Schlussmann per Fußabwehr ab. Die einzige Gelegenheit der Gäste entstand Mitte der ersten Halbzeit, den Yannick Ellermann im Tor der Gmünder aber gut pariert hatte (26.). Kurz vor der Pause aber haben sich die Normannen noch einmal schön durchgespielt. Filipovic bediente Aschauer, der in den Strafraum eindrang, auf Gnaase legte, der letztlich Nico Molinari sah. Der scheidende Flügelflitzer vollstreckte aus rund acht Metern zur 2:0-Pausenführung (45.).

In die zweite Halbzeit starteten die Gmünder wieder stark und hatten gleich wieder zwei riesige Chancen. Zunächst scheiterte Levin Kundruweit am Schlussmann (48.), zwei Minuten später ist Aschauer komplett allein auf das Singener Tor zugelaufen, schoss aber links vorbei. In der 55. Minute bekamen die Gäste Rot gezeigt, aus Blaskic´ Sicht eine viel zu harte Entscheidung. „Das hört sich komisch an, aber ich glaube tatsächlich, dass wir noch höher gewonnen hätten, wenn die Gäste nicht Rot bekommen hätten“, so Gmünds Trainer. Kurz darauf holte sich Kundruweit den Ball am Strafraum, war frei, legte aber quer auf Aschauer, der wenig Mühe vor dem leeren Tor hatte, auf 3:0 zu stellen (60.). Das war dann folglich die Entscheidung nach einer guten Stunde, danach plätscherte die Partie etwas vor sich hin. Dennoch folgte der vierte Treffer. Molinari tankte sich über die Außen vorbei an zwei Gegenspieler, bediente Gnaase im Rückraum, der das Leder zum 4:0 unter die Latte hämmerte (76.), was Blaskic mit „Traumtor“ quittierte.

In der Folge ließ dann die Konzentration etwas nach, was Blaskic etwas frustrierte. Denn dadurch kassierte der FCN noch ein Tor. „Das ärgert mich massiv, dass wir nicht ohne Gegentreffer aus einer Partie kommen können. Das war einfach unnötig“, so Blaskic. Versöhnt wurde er aber dadurch, dass Kundruweit noch den fünften Treffer nachlegte. Im Vorfeld war es wieder der starke Molinari, der den Stürmer bediente (86.). Bei all der kleineren Kritikpunkte war Blaskic aber dennoch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Leistung seiner Mannschaft.

Es reiht sich ein in den Lauf, den die Normannia über den Jahreswechsel hinaus erspielt hat. Aus den vergangenen zehn Spielen hat der FCN lediglich einmal verloren – und zwar gegen den Tabellenführer aus Aalen. „Es war ein wichtiger Schritt gegen Singen, aber aus den restlichen acht Partien, schätze ich, benötigen wir noch vier Siege, um den Klassenerhalt zu schaffen“, rechnet Blaskic vor. Ausruhen ist natürlich nach wie vor nicht vorgesehen, weiterhin ist es zu eng im Tabellenkeller, nichts ist hier eindeutig. Aber die Normannia hat es insgesamt enger werden lassen, im Abstiegskampf und unter anderem die Singener überholt. Das Torverhältnis ist ebenfalls positiv, auch ein wichtiger Fakt im Duell mit den anderen Mannschaften. „Die Mannschaft präsentiert sich in den vergangenen Wochen wirklich sehr stark“, so Normannias Übungsleiter zufrieden. Das Osterfest war ein schönes für all diejenigen, die es mit der Normannia halten. Jetzt freut man sich bereits auf die Partie in Reutlingen, ebenfalls wieder ein richtungsweisendes Spiel.

FCN: Ellermann – Rapp, Rössler, Körner, Staiger – Wilhelm, Gnaase – Filipovic, Molinari, Kundruweit – Aschauer.

Tore: 1:0, 3:0 beide Aschauer (15., 60.), 2:0 Molinari (45.), 4:0 Gnaase (76.), 4:1 Koyuncuoglu (83.), 5:1 Kundruweit (86.)

Bes. Vorkommnis: Rot für Singen (55.).