Normannia vor dem Re-Start

Schwäbisch Gmünd (fcn) – In der Fußball-Oberliga ist der 1. FC Normannia Gmünd nach neun Pleiten in Folge regelrecht durch die Liga getaumelt. Der Verein zog die Konsequenzen, trennte sich vom punkt- und glücklosen Trainer Patrick Faber und bat gleichzeitig Sportdirekter Stephan Fichter, das Amt,zumindest interimsweise, zu übernehmen.

Die Vorstände Alexander Stütz, Marco Biegert und Daniel Dreyer fragten bei Fichter an, ob er es sich vorstellen könnte, interimsweise zu übernehmen. Fichter sagte ja, der Rest ist bekannt. Der Verein ist dem Sportdirektor, und jetzt Trainer in Personalunion, nach all den Jahren ans Herz gewachsen. „Auf der anderen Seite wollte ich mich in dieser schwierigen Situation nicht wegducken“, sagt Fichter, der in seiner ersten Woche natürlich nicht alles auf den Kopf stellen wollte beziehungsweise nicht komplizierte taktische Details einstudierte. „Es geht einfach nur um die Basics des Fußballspielens. Wir müssen die Köpfe der Spieler wieder freibekommen. Die Jungs müssen sich bewusstwerden, dass sie das Fußballspielen nicht verlernt haben. Wir müssen wieder deutlich schwieriger zu schlagen sein“, sagt Fichter vor seinem Debüt als Trainer am Samstag (14 Uhr) gegen Türkspor Singen. Wenngleich der kommende Gegner ebenfalls im Keller positioniert ist, erst zehn Zähler aufweist, hat er doch zuletzt gegen Nöttingen und das Topteam SSV Reutlingen gewonnen. „Das wird ein unglaublich schwieriges Spiel für uns“, weiß Fichter, doch das wäre in dieser Situation jedes andere Spiel auch geworden, sind sich die Verantwortlichen einig

Dass es insgesamt eine Herkulesaufgabe wird, in diesem Jahr die Klasse zu halten, dessen sind sich bei der Normannia alle bewusst – da spielt der Gegner aktuell eigentlich keine Rolle. Nicht mitwirken werden nach wie vor Tim Grupp, Nill Hauser und Miladin Filipovic. Durch die intensive vergangene Woche sind mit Dominik Pfeifer (Oberschenkel) und Fabian Kianpour (Adduktoren) zwei weitere Akteure dazugekommen, die verletzungsbedingt passen müssen. „Wir mussten eh schauen, dass wir wegen der Belastung in der vergangenen Woche in dieser gut dosiert trainieren. Uns allen ist bewusst, in welcher Situation wir stecken und aus dieser müssen wir uns Stück für Stück herauskämpfen“, sagt der Interimscoach. Ein Stück wäre ein Erfolg gegen Singen, auf den sie bei der Normannia alle hoffen.